🇮🇪 – Zu viel Wind in der Ankerbucht und eine sinkende Yacht
Gestern angekommen ankerten wir bei wirklichen 30 Knoten Wind, in Böen auch mehr. Ich vertraue meinem 32 kg Mantus Anker sehr. Und obwohl es pfiff und jaulte waren wir ganz beruhigt über unseren Ankerplatz.
Bevor uns unsere Müdigkeit von der letzten Fahrt nach einem herrlichen Andrea-Dinner mit Orzos & Scampi beim abendlichen Amazon-Videoabend nach 15 Minuten einschlafen lies, überschauten wir die Böen und andere Boote in unserer Bucht und bemerkten eine Yacht an der westlichen Felswand der Bucht, zu der der Wind genau hinblies. Auf den Fotos, die Andrea innerhalb einer Stunde gemacht hat, versank die Yacht komplett auf den, laut elektronischer Seekarte, 5m tiefen Grund. Nur das Rettungsfloß widerstand dem Sinken, riß offensichtlich aus seiner Verankerung, entfaltete sich und trieb nun in der zunehmenden Dunkelheit blinkend über dem versunkenen Wrack. Das war es es ja nun mehr oder weniger, ein Wrack. Ich funkte mit einem dem Wrack am nächsten ankernenden Boot, da ich zuvor auf dem Notrufkanal die italienische Konversation nicht ganz verstanden hatte. Er teilte mit, daß die Küstenwachen verständigt sei, es wären aber von seinem Boot aus beobachtet keine Personen an Bord gesehen worden.
Als es stockfinster war kam schließlich die Gusardia Costiera und beleuchtete die im schweren Seegang an der Felswand versunkene Yacht. Da keine Gefahr für Personen bestand, verlies sie nach einer Stunde wieder die Bucht.
Heute liegt das Wrack noch immer an der selben Stelle, nur der Mast ist zu sehen und die Rettungsinsel schaukelt darüber in den langsam abflauenden Windewellen. Zum Glück kamen keine Menschen zu Schaden. Die Bergung wird wohl erst beginnen, bis der Wind morgen abgeflaut ist.
Facit, das alle Segler kennen: Richtig Ankern ist (über)lebenswichtig.







