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SAILINGSYMI

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Liebe Freunde von SailingSymi,
Ich hoffe es geht Euch gut und der Frühling hat auch Österreich erreicht.
Seit dem letzten Video Blog waren wir auf dem Trockenen sehr fleißig an der Arbeit und haben neben dem Vollenden der Unterwasserschiffsreinigung mit einer Politur auch das Deck und die Stufenabgänge auf beiden Seiten mit Pflegemittel eingelassen. Wir haben alle Leinen inspiziert, Blöcke geschmiert, ich habe die Rettungswesten und ihre CO2 Patronen auf ihre Funktion überprüft, den Heisswasserboilerzufluss getauscht, neue Wasserfilter eingebaut, den Plotter (elektr.Seekarte) upgedatet, das Beiboot gereinigt, den Außenbordmotor ausgewintert und geserviced, Andrea hat die gesamte Kombüse zerlegt und alle Lebensmittel geordnet, die Kabinen gereinigt und bewohnbar gemacht und den Anker mit Schutzfarbe bemalt. Wir haben Winschen zerlegt, den alten Anker entsorgt, die Feuerlöscher vom Service geholt, die Fender aufgeblasen, alle Chromteile poliert, usw. usw. ….. es gab drei A4 Seiten to-do Liste … jetzt jedenfalls steht Symi wieder glänzend da.
Das Segel und alle Leinen hatten wir bereits eingezogen und es fehlte nur mehr der berühmte Ersatzteil für den Backbord Motor. Eine einzige M6 Schraube war vom Volvo Vertreter nicht lieferbar aber ist schließlich doch, wie man es kennt, mit Amazon innerhalb eines Tages angekommen. Auf die ist meist Verlass.
Donnerstag nachmittags war es schließlich soweit, der frisch reparierte Kran senkte SYMI sanft ins Wasser ab und nach einem Routinecheck unter die Bodenbretter (das tut jeder Kapitän, wenn sein Schiff zurück in sein Element kommt, solange noch die Kranschlaufen den Rumpf umarmen und die Möglichkeit bieten, das Boot bei Wassereinbruch rasch wieder in die Höhe zu ziehen) konnte ich positiv feststellen, dass bei Symi alles dicht war. Alle Hähne und Auslässe haben den Winter gut überstanden. Am nächsten Tag vollendete der Mechaniker das Einspritzpumpenservice und wir starteten erstmals die Motoren (ein Katamaran hat ja zwei davon). Sie liefen einwandfrei, endlich gab es warmes Wasser, dass bei uns mit einem Wärmetauscher durch die Motorkühlung beheizt wird. Das abendliche Duschen war später ein echtes Vergnügen.

Nach einem kurzen Blick auf die Wetterprognose entschlossen wir uns heute Samstag die 30 Seemeilen Strecke, zur Hälfte sogar unter Segeln, bis nach Sarah Creek in Angriff zu nehmen. Hier waren wir bereits im Juli 2025 ein paar Wochen lang und liegen jetzt in einer kleinen Bucht vor Anker. Hundert Meter entfernt befindet sich ein kleiner Yachthafen, der „York River Yacht Haven“ mit einem Restaurant, und falls wir es brauchen, gäbe es auch gratis Wasser zum Nachfüllen. Welch ein Luxus!
Leider ist der Wetterbericht für die nächsten Tage nicht besonders gut, es soll regnen und auch auf 12° abkühlen. Das bedeutet für uns Warten und das Wetterprogramm täglich mehrmals beobachten.

Bermuda

In Deltavillle, noch auf dem Trockenen liegend, begegneten wir zufällig einem Pärchen mit Hund aus Frankreich und kamen im Gespräch auf die Bermudas und ihre Regeln bei der Einreise zu sprechen. Wir erfuhren mit Erstaunen, dass Bermuda äußerst strenge Lebensmittelgesetze haben soll. Die Einfuhr von Fleisch und anderen Lebensmitteln ist in Bermuda verboten und es bedürfe eines veterinärmedizinischen Gutachtens über die Herkunft des Fleisches, um es legal einzuführen. Ebenso sind Kartoffel, Zitronen, Grapefruit, Trauben, und überhaupt frische Früchte und Gemüsesorten verboten. Nur bei Konserven wäre man auf der sicheren Seite. Das erfuhren wir jetzt, nachdem wir noch vor fünf Tagen mit unserem Mietwagen vor der Rückgabe zu einem Großeinkauf zu Walmart fuhren. Wir besorgten dort alle oben genannten Lebensmittel und verstauten sie dann auf SYMI in unserem Tiefkühler und diversen Orten. Ich bemerkte bei der Kontrolle der Kühltemperatur, dass der Tiefkühler nicht mehr seine Tiefsttemperatur von -16° erreichte, baute ihn aus dem Wandschrank aus und diagnostizierte dann, dass der Ventilator am Wärmetauscher nicht mehr funktionierte. Somit schnell in die Rezeption des Boatyards gezischt, um wieder Mal eine neue Bestellung aufzugeben. Einen, wie in jedem PC installierten, 12 V Ventilator, der Gott sei Dank innerhalb eines Tages ankam und montiert wurde. Gefriergut gerettet. Jetzt läuft der Tiefkühler wieder wie er soll. 
Was also sollen wir wegen der Lebensmittelrestriktionen auf Bermuda tun? Um den Vorrat zu reduzieren, essen wir seit vier Tagen Huhn in allen Varianten. Auf Empfehlung unserer Freunde Ingrid und Robert von der Segelyacht „Stravanza“ sollen wir in Bermuda bei der Ankunft möglichst weit entfernt von den Zollbehörde ankern, damit diese nicht auf die Idee kommen, uns an Bord einen Besuch abzustatten. Trotzdem werde ich, wie es Vorschrift ist, eine Liste mit allen an Bord befindlichen Lebensmitteln erstellen, gleichzeitig aber auch eine Fake Liste. Und wenn wir einmal dort angekommen sind, werde ich abwarten, was der Zöllner von uns verlangt. Wir hoffen, daß wir die Vorräte behalten können, denn die Verproviantierung auf den Bermudas ist ziemlich teuer, da ja dorthin alles importiert werden muss. Ich muss mich außerdem morgen noch eingehend mit den Regeln des Einklarierens einer Segelyacht auf dieser Inselgruppe beschäftigen. Auch da gibt es genaue Vorgaben. Zum Beispiel ist eine Voranmeldung der Ankunft 30 Seemeilen vor dem Einlaufen in den Hafen vorgeschrieben…
Das alles ist aber derzeit Zukunftsmusik. Unser derzeitiges Problem ist das berühmte Wort: „ Wetterfenster“.
Eigentlich stehen wir hier bereit zur Abfahrt für die circa 810 Meilen (5-6 Tage) dauernde Überquerung. Nur das richtige Wetter scheint es derzeit nicht zu geben. Soviel ich auch mit dem Programm der Routenplanung herumspiele, es tut sich kein Fenster auf, dass uns ohne Starkwind oder unruhige See auf die Bermudas bringen würde. Hier verzeiht mir einen genaueren Blick auf die physikalisch-hydrodynamischen Gegebenheiten der US-Ostküste:
Das Hauptproblem der Überquerung ist der Golfstrom, der eine Breite von circa 120 km hat und als breites Förderband mit bis zu 7 km/h von Süden nach Norden, die amerikanische Ostküste hinauf zieht. Zur sicheren Überquerung dieses Stroms sollte kein Wind von mehr als 12 Knoten aus Nord oder Nordost gegen die Strömung blasen. Weht Wind gegen eine Strömung so entstehen dadurch sehr kurze und hohe Wellen, die in allen US-Seglerforen hier als „boat-braking“ bezeichnet werden. Somit suche ich nach einem Tag mit Südwind und keinen Sturmböen von 80 Km/h, was nicht einfach ist. Der Wechsel des La Nina zum El Nino Phänomen, der sogenannte ENSO-Status, hat nämlich seit März über den USA sehr instabile Luftdruckverhältnisse geschaffen. Das hat erstens einen sehr kalten Frühling und zweitens eine Häufung der Tiefdruckgebiete an der Ostküste, die auf den Atlantik hinaus ziehen, mit sich gebracht. Und so sieht auch das Prognoseprogramm aus. Kaum ist ein Tiefdruckgebiet von der Küste hinaus gezogen, ist schon das Nächste da.
Heute sieht es zumindest bis zum 5. Mai nicht so aus, als gäbe es ein passendes Wetter für unsere Überfahrt. Ich möchte nicht länger in meteorologischen Details wühlen, sondern lieber noch über uns erzählen.

Nach zwei Tagen auf dem Boot und am Wasser merkt man deutlich, wie ungewohnt der wackelnde Untersatz eigentlich ist. Man sollte glauben, dass man nach fast 20.000 km Segeln bis hierher, einfach wieder an Bord springt und sich wie zuletzt, behände wie ein Affe, während des Segelns von einem Ort zum anderen bewegen kann. Dem aber ist nicht so. Sogar im Bett ist das langsame auf und nieder des Boots noch etwas ungewohnt. Ebenso die Geräusche von Wind und Wellen und den verschiedenen Elektrogeräten an Bord, wie Eiskasten und Tiefkühler, die ab und zu anspringen und dann wieder verstummen.
Ich bin aber zu 100% sicher, dass wir recht rasch wieder unsere Sicherheit und Routinen zurückerlangen werden. Auf unserem fünf Tage Trip wird uns gar nichts anderes übrig bleiben.😉.
Gerade hat der prognostizierte Regen eingesetzt, wir haben alle Zippverschlüsse geschlossen und lauschen dem Donner und dem Regen, der jetzt auf unser Cockpitdach trommelt. Der Wind, der kurz aufgefrischt hat, ist wieder abgeflaut und es könnte eine gemütliche Nacht werden, ähnlich wie früher beim Campen im Zelt.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und bis bald auf SailingSymi.

Reading time: 7 min

Liebe Freunde von SailingSymi,
zur Abwechselung habe ich diesmal ein kurzes Video erstellt, um Euch ein wenig Einblick in den Ort an dem wir seit 6.4.2026 hart an Bord von SYMI arbeiten, zu geben. Viel Spass beim Schauen.
Hier ist der link:

Youtube-Video-Blog (10 Min.)
SYMI in Deltaville-die Aktivierungsphase

Alles Gute und beste Grüße vom Trockenen

die SYMI-Crew

Reading time: 1 min

Willkommen beim ersten USA Blog von SailingSymi.
Nach einem komplikationslosen Flug mit der halbleeren Aua Maschine nach Washington trauten wir unseren Augen kaum, als bei der Passkontrolle nur zehn Personen vor uns in der Schlange standen. Bereits Wochen vor unserer Abfahrt habe ich Horrorgeschichten gelesen und gesehen, wie lang die Wartezeiten bei der Passkontrolle in Washington sein sollen. Die Einreise verlief bei uns komplikationsloser als in Schwechat. Keine Fragen, nur ein „Welcome to the United States guys“ und schon warteten wir beim Kofferkarussell auf unsere vier prall gefüllten Reisetaschen, die, so wie wir, unversehrt ankamen. Vielleicht fragst du dich warum 4 Taschen? Für ein halbes Jahr, zuerst am kühlen Atlantik, dann im Hochsommer und Herbst im Mittelmeer braucht man einiges an Kleidung. Die Ersatzteile füllten den Rest der Taschen.
Die drei Tage in Washington, D.C. verbrachten wir einerseits mit spazieren gehen und dem Besuch einiger Sehenswürdigkeiten, andererseits auch mit der Stadttour an Bord eines Hop-on -Hop-of Busses.

Am total verregneten Ostersonntag buchte ich einen Timeslot im Air & Space Museum, das zwar aus allen Nähten platzte, aber es war schließlich Ostersonntag und regnete sehr stark.
Am Ostermontag übernahmen wir um 10:00 Uhr den Mietwagen, der uns bequem in weniger als 3 Stunden durch die wunderbare Landschaft von Mittel-Virginia bis ans Ziel nach Deltaville brachte. Natürlich fuhren wir direkt zum Boatyard, um zu sehen, wie es SYMI geht. Und der erste Eindruck war sehr positiv: die Luken blieben dicht, keine Wasserrohre, Konservendosen oder Öl Flaschen im Winter zerplatzt, nur das übliche Chaos im Salon, aber so hatten wir ihn schließlich vor acht Monaten verlassen.

Beim rundum Gang um das Boot war unsere Freude schon etwas getrübter. Die Reste des Tannin haltigen Wassers des Intracoastle Waterways waren an der weißen Außenhülle deutlich sichtbar und wie wir am folgenden Tag lernten ebenso schwer zu entfernen, wie Teerückstände aus einer weißen Porzellantasse mit Wasser und Spülmittel allein.
So machten wir uns am zweiten Arbeitstag bei einer Außentemperatur von 8-10° auf den Weg zum nahe gelegenen Bootsfachgeschäft, um ein Spezialgel zur Entfernung dieser Rückstände zu kaufen. Sie werden hier liebevoll von den Einheimischen als „ Moustache“ bezeichnet. Dann ging es gleich an die Arbeit.
Zuerst einstreichen mit Pinsel, 3 Minuten warten und dann mit dem Schlauch abspritzen, sagte der ältere Herr im Geschäft. „Everything very easy“.
10 Minuten vergingen und nichts geschah. Also mussten wir mit unserer Hände Kraft und einem Scotchbrite Schwamm an jeder Stelle circa 40 mal Rubeln, um das Weiß wieder zum Leuchten zu bringen. Danach hilft das abspritzen mit Wasser wirklich und die Fläche ist wieder weiß. Damit die poröse Oberfläche wieder geschlossen wird und eine Schutzschicht bekommt, muss man danach mindestens zwei Schichten Politur auftragen und polieren. Es gibt immer was zu tun.
Ihr könnt euch gut vorstellen, wie sich nach diesem ersten Tag um 8:00 Uhr abends unsere Arme und Hände gefühlt haben. Dementsprechend müde fielen wir sofort ins Bett.
Die letzten zwei Tage verbrachten wir dann mit dem Montieren (Auftakeln)
des Vor-und Großsegels.
Die To Do Liste wurde aber nur ein wenig kürzer. Heute Freitag machte ich den Versuch den Wassertank durchzuspülen. Während Andrea außen frisches Wasser in den Tank füllte, ließ ich den Wasserhahn in der Küche laufen und stand auf einmal mit den Socken im Wasser. Was war passiert: der Wasserhahn für das gereinigte Trinkwasser war durchgerostet oder geplatzt, jedenfalls stand handbreit das Wasser unter der Abwasch im darunter befindlichen Kasten.
Ein neuer Wasserhahn muss her und daher fuhren wir noch um 17:00 Uhr in die nahegelegene größere Stadt Gloucester zu einem Fachgeschäft, ein XX-Obi. Beeilen mussten wir uns nicht, weil dieses Geschäft täglich von 7:00 bis 22:00 Uhr geöffnet ist, auch am Wochenende. Die Verkäufer dort verstecken sich auch nicht so wie bei uns hinter den Regalen, sondern begrüßen dich freundlich und führen dich dann an den richtigen Ort, um dir zu zeigen, was für dich am besten wäre und wie du dein gesuchtes Objekt zu Hause montieren sollst. Ein Vergnügen so einzukaufen.

Wir haben noch circa 4-6 Tage vor uns, bevor das Boot ins Wasser gehoben werden sollte und werden jede Stunde brauchen, um die Symi-Liste abzuarbeiten.
Wir sind also wohlauf, Jetlag gibt es keinen, dafür Kreuzweh und andere Beschwerden unserer klapprigen Gestelle.
Aus heutiger Sicht bin ich guter Dinge, dass Symi rechtzeitig fit gemacht ist und Ihre Wassertaufe gut überstehen wird.

Wir berichten Dir weiter.
Wie immer beste Grüße, diesmal aus Deltaville. A&P

Reading time: 4 min
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