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Ahoi liebe Freunde von SailingSymi,

nach unserer kurzen August Pause in Wien, geht es nun auf Symi weiter gegen Osten. Nach einem pünktlichen und komplikationslosen Direktflug (alle Fenster blieben heil) nach Málaga und einer zweistündigen Busfahrt kamen wir vorgestern Abend gut nach La Linea de la Conception zur Marina zurück und fanden Symi wohlauf am Steg hängend vor. Den Saharasand spritzten wir rasch ab und gestern startete ich bereits mit dem Einbau der hierher gelieferten Ersatzteile. Das Wetter in Gibraltar ist durchaus spät sommerlich. Tagsüber gerade mal 26° und nachts 19. Wunderbar zum Arbeiten und gut Schlafen.

Interessant ist die Tatsache, dass man, sobald man sein Boot betritt, sofort wieder im „See-Modus“ ist. Alles wirkt leiser, sanfter und das Wasser rund um dich (auch schon in der Marina) beruhigt deine Seele. Wenn mal eine größere Welle in die Marina herein schwellt, wackelt Symi kurz und man fühlt sich wieder so richtig daheim. 

Alcaidesa Marina

Gerade für meine lädierte Schulter war gestern der Aus-und Einbau einer neuen elektrischen WC-Pumpe zwar nicht besonders angenehm, aber nach 4 Stunden konnte ich die Arbeit erfolgreich abschließen. Die Bilge blieb wieder beim Spülen trocken und nun saugt sie wieder wie im Flugzeugklo.

Unser WC

Heute zog mich Andrea mit der elektrischen Winsch auf die Mastspitze, wo ich die am Atlantik abgebrochene Dreifarben Laterne austauschen konnte. Auf der Liste bereits zwei Aufgaben abgehakt. ☑️. 

Gute Organisation an Bord ist das halbe Leben, deshalb ist es wichtig, immer exakt zu wissen, wo man einen Ersatzteil findet. So machte mich heute daran alle neuen Ersatzteile, die ich an Bord mitgebracht hatte, in meiner Handy App zu registrieren. Dort kann ich jederzeit abrufen, in welchen verschiedenen Winkeln Symis ich welchen Teil verstaut habe. Dies wäre sonst ein endloser Suchprozess. Die App heißt „Itemido“, kostet fast nichts und ist ursprünglich für den Haushalt vorgesehen. 

Gerade habe ich per Mail erfahren, dass meine Hochdruckpumpe doch noch morgen hier ankommen soll, was ich gar nicht mehr erhofft hatte. Also kommt noch ein weiterer Punkt zum Basteln hinzu. Die Aircondition.

Der heutige Sonnenuntergang ist vom Feinsten. Andrea hat sich nach ihrem ausgiebigen Putztag nun in die Kombüse begeben und ich freue mich mit einem Sundowner Bier in der Hand auf ein gutes Abendessen.

Unsere weiteren Pläne sind, am Sonntag bei Westwind an der Südküste bis Almeria zu Segeln. Wie genau es dann weitergeht, werde ich im nächsten Blog beschreiben.

Wir wünschen euch einen schönen Abend und alles Gute von Bord Symi.

Euere Symis

Lesezeit: 2 min

Liebe Freunde von SailingSymi,

Nachdem wir, wie Du vielleicht gelesen hast, glücklich in Portugal angekommen sind und uns Anna dann in Faro verlassen hatte, segelten wir in drei Etappen entlang der portugiesischen und spanischen Küste bis Barbate, ankerten nochmals vor der Stadt und erledigten heute die (wegen der Orca Angriffe) heißeste Strecke zum Kap Tarifa. Dort Schloß sich unser Segelabenteuer Kreis ⭕️ wieder.

Einmal rund um die Atlantikküsten. 27.000 km liegen seit Beginn der Reise in unserem Kielwasser. Im September 2023 lagen wir mit Symi in der selben Marina, bevor wir zu den Kanaren aufgebrochen sind. Somit ist der Kreis geschlossen, der Trip aber wird ab September bis Griechenland weiter gehen. Dort sind wir schließlich im Juni 2023 gestartet und wollen auch wieder dahin zurückkehren.

Für Ende Juli haben wir einen Flug nach Wien gebucht um meiner Schulter die notwendige Abklärung und Therapie zukommen zu lassen und um unsere Freunde und Familien zu treffen.

Danke, daß Du bis hierher dabei warst und vielleicht sehen wir uns bald….

Beste Grüße aus Gibraltar

Capt. Pavlos und Crew

Kap Tarifa

SYMI vor dem Felsen v. Gibraltar 🇬🇮
Lesezeit: 1 min

Liebe Leser von SailingSymi,

Manche werden uns über die Verfolgerseite von Predictwind.com begleitet und bereits erfahren haben, dass wir gesund und froh heute Morgen an der SW-Spitze Portugals angekommen sind.

6,5 Tage bei fast idealen Bedingungen und eine tolle Crew mußten zum Erfolg führen.

Die vergangene Nacht war als krönender Abschluss zwar geprägt von dauerndem Querverkehr von Großschiffen, die sich in Nord-Süd Richtung auf einer Art zweispuriger Autobahn von Afrika in Richtung Norden oder Süden bewegen, verlief aber ohne Probleme. Lediglich spontane Adrenalinausschüttungen und somit höhere Aufmerksamkeit waren kurzzeitige Folgen, wenn ein 300 Meter langes Ungetüm 500 Meter hinter uns unser Kielwasser kreuzte.

Jetzt sind wir also wieder auf europäischem Festland zurück und haben somit die Antlantik Rundfahrt abgeschlossen. ✔️.
Heute werden wir abends in Faro ankern und Anna wird morgen von Bord gehen und nach Wien zurück fliegen.

Unser Plan ist nun bis zum 26.7. zur Nordwest Ecke der Straße von Gibraltar zu segeln und diese zu passieren. Zu diesem Vorhaben müssen mehrere Parameter übereinstimmen.

  1. Westwind wenig bis leicht
  2. Die Fahrt sollte 2 Std. vor dem Hochwasser, in Gibraltar, das dann in Richtung Osten strömt stattfinden
  3. Es sollte bei Tag gefahren werden.

Dieses Zusammenspiel findet am 26.7. um 12:00 Uhr statt und wir sollten genau da starten, um nach drei Stunden die sichere Marina von La Linea (neben Gibraltar) erreichen zu können. Wegen der Orca Probleme und Attacken hier an der Küste und im Golf nehmen wir den empfohlenen Umweg immer entlang der Küste auf uns. Bei Wassertiefen von 0-20m gab es lediglich bisher eine Attacke auf eine Yacht. Diese Taktik wird von den spanischen Behörden dringend angeraten und es wirkt wie eine Art Gänsemarsch von Yachten, wie sie alle die tiefen Wasser meiden und brav an der 20m Tiefenlinie entlang fahren. Vom Atlantik, die gesamte Südküste Portugals und Spaniens bis zur Nordwestecke der Straße von Gibraltar.
Wir werden dann Symi für den Monat August in der Marina liegen lassen und auf einen Kurzurlaub nach Österreich fliegen.
Einen lieben Gruß von Bord wünscht Euch
Die Symi Crew und Capt. Pavlo

HINWEIS:
Falls Du das echte tägliche Logbuch, das ich während dieser Überfahrt geschrieben habe versäumt hast, hier ist der Link.

Lesezeit: 2 min
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