Am 6.7.23 um acht Uhr warfen wir die Leine der Boje ins Wasser zurück und ließen Levanzo im Kielwasser. Auf nach Sardinien.
Hier ein paar Gedanken und Fakten zu unserer Vorplanung für die etwas längeren Strecken:
Ich beschäftige mich schon seit Monaten, sind es nicht schon Jahre?? mit der genialen Homepage eines neuseeländischen Unternehmens, das die Strecken,- und Wetterplanung revolutiniert hat. Internetverbindung vorausgesetzt (auf dem Ozean verwendet man die Satellitenleitung) gibt man den gewünschten Abfahrtszeitpunkt ein, klickt noch die möglichen +/- Stunden für frühere oder spätere Abfahrtszeiten dazu und erhält einen achtseitige Vorschlag mit allen Details des Wetters, des Kurses, der Wellenhöhen und sogar der Scherkräfte an Bord für die Reise, sprich, wie fest es uns umananda beideln wird. Dann eben das idealste Wetterfenster innerhalb von 48 Stunden und die idealste Route zum Ziel. Es sprengt diesen Rahmen alle Extras zu beschreiben. Der unten abgebildete Plan zeigt unsere Route, die man dann mit Wegpunkten in die elektronische Seekarte überträgt.
Wir folgten gestern also möglichst genau dieser Strecke, wobei der Anfang eher windarm war und wie angegeben mit Motorbenutzung zu fahren war. Das Navi-Programm führte uns durch möglichst günstige Windzonen, die entlang der Route lagen, um Diesel zu sparen und die Segel nutzen zu können.
Ein Tiefdruckgebiet über N-Afrika etablierte sich gestern und das Navi-Programm führte uns vorsichtig am Ostrand entlang bis Ziel. Die letzten acht Stunden hatten wir guten Wind, von schräg achtern (hinten), ein idealer Kurs. nach 190 sm und 28 Stunden erreichten wir heute die NW-Ecke von Sardinien und ankerten in einer Bucht. Im Programm war die Länge mit 188,7 sm angegeben. Eine tolle Sache:
Leider spielt hier das N-Afrika-Tief gerade den starken Mann. Es fetzten Böen mit 70 km/h auf SYMI und auch der Himmel ist bedeckt. Das Türkis der Bucht ist grau.
Ich werde morgen, denn bis dahin dauert der lästige Starkwind noch, wieder die Basisdaten einprogrammieren und schauen, wann denn die Überfahrt zu den Balearen günstig ist. Wie es derzeit aussieht eher bald, denn ab Donnerstag läßt der „Mistral“ aus dem Rhonetal seine Böen auf das Mittelmeer hinausfegen. Den brauchen wir gar nicht.












