Die erste Fahrt und einige Probleme
Nachdem wir gestern gekrant hatten und die Borddurchlässe kontrolliert waren setzten wir zum ersten Mal die Segel und testeten das Boot.
Beim Öfffnen der Motorluke des Backbordmotors sprühte mir Salzwasser aus dem Meerwasserkühlschlauch entgegen. Der Schlauch war vom Techniker falsch verlegt worden und wurde durch die Berührung mit dem Keilriemen aufgescheuert. Desaster im Motorraum und außerdem eine neue Ölspur die unter dem Motor endete. Motor aus, Segel raus und mit 18 Knoten Wind flogen wir dann in einer Stunde Richtung Porto Heli. Bevor wir aber den Motorentechniker im Hafen treffen sollten, legten wir noch einen Badestop in der Bucht von Initza ein. Dort setzte sich dann die Pechsträhne leider fort.
Beim ersten Versuch das Chaos im Motorraum zu bereinigen wischte ich mir mit einer Handbewegung meine eine Woche alte Brille von der Nase, worauf sie sofort auf den 3m Grund der Bucht versinkt. Die Crew war aufmerksam und Klaus sprang sofort nach, fand sie aber im 19 Grad kalten Wasser leider nicht. Dafür übersah er beim Auftauchen die gerade durch eine Windböh am Anker über ihn gedriftete SYMI. Sein Kopf bleibt dann leider im auf der Propellerachse montierten rasiermesserscharfen Leinenschneider hängen. Zum Glück hatte sich scheinbar kurz zuvor während der Fahrt ein Nylonsack um den Messerring gelegt. Trotzdem packte ich das Notfallset aus und es mußte die 4cm lange Rissquetschwunde ausrasiert und geklebt werden. Alles gut gegangen und Klaus wird Haare darüber wachsen lassen. Das Ziel Porto Heli erreichten wir zum Glück unversehrt und der abschließende albanische Abend war ein positives Ende dieses Unglückstages.

