🇮🇪-In Italien angekommen



Nach fast 3 Tagen Fahrt haben wir heute nachmittags N-Sizilien, genauer die Semi-Industrie Stadt Milazzo (eine Erdöl Raffinerie und Lagerstätte zieren den Strand) erreicht. Nach den anstrengenden letzten drei Tagen leisten wir uns die Marina und legen an.
Der Wind in diesen letzten Tagen war suboptimal und so mußten wir 85% der Zeit gegenan segeln. Das malträtiert das Boot und den Körper. Zum Teil schleuderte es uns so arg von einer Seite auf die Andere und dann wird man aus dem breitbeinigen Stand in die Luft gehoben, sodaß man sich fühlte wie auf einem Kinder Bob, der eine Buckelpiste hinunterrauscht. Symi gallopierte mit 9 Knoten Speed, rauschte ein Wellental hinunter, aber gleichzeitig versuchten sich quer kommende Kreuzseen unter den Rumpf zu drängen. Das Ergebnis war eine rechts-links-aufwärts-abwärts und Beschleunigungsbewegung . Es war nicht stürmisch, nein, aber die Wellen kamen von wo sie wollten.
Heute Morgen durchkreuzten wir noch unter Motor die kabbelige und strömungsreiche Straße von Messina und lehnen nun beim Passage-Beer herrlich enstspannt im Cockpit und genießen wie ruhig es jetzt in der Marina ist. Vögel zwitschern und Autos fahren vorbei. Landleben eben.
Heute Abend wollen wir noch den berühmten Friedhof hier besuchen. Dort befinden sich einige von unterschiedlichen Zünften errichtete Mausoleen in der Größe von dreistöckigen Häusern. Wir sind gespannt.
Danach gehts nach Downton Milazzo, wo wir natürlich ausgiebig und schön italienisch Essen wollen. Wir habens uns heute wirklich verdient. Kein Souvlaki mit Tsatsiki und einem Choriatiki mehr. Branzino, Spaghetti und andere Köstlichkeiten warten auf uns… und dann wird es eine ruhige, stille Nacht sein an Bord.
Morgen werden wir noch Einkaufen gehen, denn auf den liparischen Inseln, die wir morgen anlaufen wollen, wird die Auswahl wohl nicht größer sein als hier. Und dann heißt es wieder Leinen los, weil wir sind nicht bereit nochmals geschmalzene 120.-€ pro Nacht hier zu bezahlen . . .

