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SAILINGSYMI

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Liebe Freunde,

Wir befinden uns seit gestern auf Antigua und haben in der Mosquito Bay bei Jolly Habour geankert.
Wenn Du mehr wissen willst, bitte klicke auf den Filmlink hier.

Beste Grüße von Bord SYMI

Reading time: 1 min

Herzlich willkommen zu einem kurzen Wochenrückblick.

Wir hatten genau den richtigen Riecher zum exakten Zeitpunkt die BVI‘s zu verlassen. Die Überfahrt war zwar langweilig, weil nur mit dem Motor, aber dafür bequem und unkompliziert.

Nach genau 15 Stunden erreichten wir die Bucht Marigot von französisch St. Martin. Auf dem Foto oberhalb siehst Du die Stadt „Marigot“, den westlichen Außenankerplatz rechts und links vom kleinen Hügel den inneren „See“ in dem wir ankerten. Weit im Hintergrund sind die Hochhäuser vom holländischen Teil.
Wir warfen Anker und es begann zu regnen. Dieses Mistwetter sollte uns nun bis zum 18.4. begleiten. Wind bis 55 km/h und immer wieder Regenfelder waren prognostiziert. Ich entschied mich daher dafür, durch den kleinen Kanal, zu dem man unter einer zwei Mal täglich geöffneten Hebebrücke einfahren kann zu motoren, um dann in der kleinen, seerartigen Lagune zu ankern. Dort herrscht kein Schwell und SYMI würde viel ruhiger liegen. Diese Idee hatten zwar bereits ein Dutzend Andere auch aber es war reichlich Platz vorhanden. Da wir hier bereits vor fast vier Wochen mit Martin S. waren, kannten wir die lokalen Gegebenheiten und erledigten alle Einreisevorgaben im Nu.

Ein Mietwagen für drei Tage war rasch gebucht und wir genossen es wieder mal in einem Auto zu sitzen und den gemächlichen Verkehr, der sich auf der einzigen Inselküstenstraße wie ein langer Wurm dahinstaute, zu beobachten.
Wie bequem ist es doch bei einem Regenguss während der Fahrt die Fensterheber zu drücken, den Scheibenwischer anzumachen und sicher im Trockenen zu sitzen. Ein Erlebnis für uns, das wir in den letzten Monaten nur ein paar Mal hatten. Langsam rollten wir dahin und beobachteten das vorbeiziehende Land.

Der Autowurm

Der französische Inselteil wirkt deutlich ärmer als der Holländische. Kleine, baufällige Häuser, besser Hütten, reihen sich aneinander. Dazwischen liegen leere Grundstücke mit abgestellten Autowracks und immer wieder sind die enormen Schäden an der Infrastruktur, die Hurrikan Irma 2017 hinterlassen hat sichtbar. Nie repariert, ohne Dächer stehen sie da. Die französische Inselseite hat sich scheinbar auch sieben Jahren danach nicht vollends regenerieren können. Fehlt es an Geld oder der Mut? Man wird sehen was das heurige Hurrikanjahr bringen wird. Einige Menschen haben ihre Häuser und die Insel, resignierend gegen die Naturgewalten, verlassen. Wir machen Halt bei jenem Papageien Zoo, den wir schon beim ersten Mal besucht haben. Mich, als alten Vogelfreund, begeistert es beim zweiten Mal genau so aufs Neue, wenn man in diesem großen Gehege mit einer kleinen Futterschüssel in der Hand, Kontakt zu so vielen Papageienarten hat. Auch wenn sie einen manchmal ins Ohr beißen.

Weiter geht’s nach zwei Stunden in Richtung Süden. Kaum sieht man hinunter auf die holländische Hauptstadt „Philipsburg“ stechen einem die zwei Kreuzfahrtriesen ins Auge. Von der Kreuzfahrtindustrie, bemerken wir später, leben die allermeisten Geschäfte hier. Uhren und Juwelenhändler aus Indien locken von der Strasse in ihre „Dutyfree“ Shops. An der Wasserfront warten eher wurstelpraterartige Bierlokale mit lauter Musik auf Gäste. Wie wir die Stadt besuchten, waren die meisten Geschäfte am Schließen und ein Schwarm von blassen Menschen strömte zur Pier der Kreuzfahrtschiffe zurück. Das Tagesgeschäft scheint erledigt. Die Geschäfte in Philipsburg machen ihren Umsatz offenbar nach dem Fährplan der Reedereien. Diese Preise wären für Einheimische sowieso unmöglich zu bezahlen.

Aus der Altstadt hinaus in Richtung Flughafen fahren wir eine breite Straße entlang. Inzwischen ist es 18.00 Uhr und es dämmert. In mir kommen sofort Erinnerungen an Bangkok hoch. Leuchtreklamen blinken, Autostau, ein Restaurant neben dem Anderen, Bars, die Namen der Lokale, wie „Lucky Pirate“ oder auch „Happy Ending“ beschreiben sich von selbst sehr gut. Das Hilton und weitere Hotels liegen ebenfalls auf dieser Route. „Ich verstehe nicht, wie da jemand zum Urlaub machen herkommt“ stellten wir beide fest. Nach 3 km verläuft diese Straße um das Ende der eingezäunten Piste des berühmten „Princess Juliana International Airports“ herum. Unter Tags stehen hunderte Menschen am anderen Ende dieser Piste am Strand und jubeln, wenn ihnen kurz vor der Landung oder vor dem Start ein Flugzeug den Sand in die Augen bläst.

Wir beobachten einen Start aus dem Auto und fahren dann an der Westküste zurück nach Frankreich, parken und fahren mit unserem Beiboot zu SYMI zurück. Der Wind bläst immer noch und Regenböen ziehen immer wieder über die Bucht.

Heute Samstag fuhren wir nochmit dem Mietauto einkaufen und dann werden wir auf das passende Wetterfenster warten. Weniger Wind aus NO und kein Regen sind unser Wunschprogramm.
Am Abend bemerkte Andrea an der Türschwelle zum Bad ein neues Haustier. Wir haben keine Ahnung wie der Zwerg zu uns an Bord kam. WIr fingen ihn ein und setzten ihn heute am Land auf eine Mauer. Alles Gute kleiner Gecko.

Wir wünsche Euch ein schönes Wochenende
Mit besten Grüßen von Bord

Reading time: 4 min

Liebe Freunde,
Obwohl das Video im letzten Blog sehr gut angekommen ist, möchte ich heute mal wieder schriftlich berichten, wie wir so unsere Zeit verbrachten.
Seit mehr als einer Woche sind wir gemeinsam mit Freunden vom Segelboot „Uhuru“ unterwegs. An Bord sind Andrea und Kudi, ein oberösterreichisches Paar, dass mit ihrem nur 30 Fuß (9 m) großen Boot bereits einmal die Welt umrundet haben und seit vielen Jahren regelmäßig durch das Mittelmeer oder auch hierher in die Karibik segeln.Sie beide sind so herzliche und sympathische Menschen, die uns in den wenigen Tagen richtig ans Herz gewachsen sind. Sie absolvierten auch vor Jahren mit den Seenomaden (Doris & Wolf) auf deren Boot die Nordwestpassage. Ich als Segler würde sie als wahre Abenteurer bezeichnen. Wenn wir uns abends treffen, gibt es regelmäßig spannende Geschichten von ihren vielen Reisen durch die Welt.

So fuhren sie zum Beispiel mit dem Motorrad von Wien aus nach Indien und Myanmar, mit dem Auto durch Afghanistan und Pakistan oder durchquerten die afrikanischen Wüsten bis Kapstadt und erlebten die ungalublichsten Abenteuer. Ihnen gehen die spannenden Erzählungen nie aus.
Gemeinsam segelten wir hier in den BVI’s zwischen verschiedenen Inseln umher und ankerten dann immer nebeneinander, um abends bei einem Glaserl Wein gemütlich zusammen zu sitzen. Die Entfernungen, die man hier zwischen den Inseln zurück legt sind wirklich kurz. Sie Alle liegen nur wenige Kilometer auseinander. Ähnlich vergleichbar mit dem Saronischen Golf in Griechenland, zwischen Poros und Porto Heli.
Zu Ostern war der Tourismus und Charterverkehr noch relativ stark, ist aber in den letzten Tagen deutlich zurückgegangen und während der letzten Tage liegen wir meist nur mit anderen Langzeitseglern vor Anker. Eine Wohltat!

Gestern hatten wir eine kurze Etappe von zwölf Seemeilen bis nach Salt Island, einer kleinen, seit Jahrzehnten unbewohnten Insel, auf der bis vor 20 Jahren Salzabbau betrieben wurde.
Ein paar Häuserruinen, der vom Hurrikan Irma zerlegte Steg und die alte Salzlache sind die letzten Überbleibsel der heisigen Zivilisation. Dazu ein leerer Sandstrand. Also ein idealer Platz für ein Sunset Lagerfeuer. Mit schlechtem Gewissen 😜 fuhren wir mit dem Beiboot an den Strand, zogen es aus dem Wasser und genossen das bereits lodernde Feuer, dass die beiden Freunde vorbereitet hatten. Kudi hat mit zwei Holzplatten auf großen Steinen zwei Sitzbänke herbeigezaubert. Andi hatte trockenes Holz gesammelt und wir? Wir hatten ein schlechtes Gewissen, nicht mitgeholfen zu haben. Trotz allem genossen wir das Feuer und den herrlichen Sonnenuntergang.

Heute Vormittag fuhren wir zu viert mit dem Beiboot um die Ecke zu einem Felsen, um einen der zehn weltbesten Wracktauchplätzen mit unseren Masken und Schnorcheln zu besuchen.
In einer Tiefe zwischen 9 und 26 m liegt hier das Wrack des Segel-Dampfschiffs „RMS-Rhone“, die als Passagier und Postschiff zwischen Southampton und Brasilien und später auch den British Virgin Islands verkehrte.

Sie wurde am 29. Oktober 1867 bei dem Versuch sich vor einem Hurrikan der Kategorie 3 auf die offene See zu retten, in der Inseldurchfahrt an einen Felsen geschmettert, dabei explodierte der Dampfkessel und zerriss das 90 m lange Schiff, das in der englischen Navy als unsinkbar galt, in drei Teile.
Bei diesem Untergang kamen 120 Personen ums Leben, 20 Mannschaftsmitglieder konnten sich retten. Bei der Recherche vor unserem Tauchgang las ich die beunruhigenden Zeilen, dass es zu dieser Zeit üblich war, Passagiere in ihren Kabinen an ihre Betten zu fesseln, damit sie bei einem Sturm keine Verletzungen davon trugen. Schräge Sitten waren das damals und eine tragische Geschichte.

Man kann hier sowohl als Schnorchler als auch mit Flaschen tauchen, da das Wrack an einem Hang liegt. Für uns war es sehr beeindruckend so nahe dran zu sein, um es zu inspizieren. Den Barracuda (siehe Foto) sahen wir dann seelenruhig zwischen den Schnorchlern herumstreunen.

1977 wurde dieser Ort übrigens als Location für den Film „The Deep“ (mit Jacqueline Bisset) verwendet.
Nach der Rückkehr zu SYMI in die Bucht, wollte ich die Zeitz nutzen, um die Unterwasserflächen der Rümpfe von Algen und anderem Getier zu reinigen.
Der kleinere Bruder des oben gezeigten Barracudas, der beim Wrack herumschwomm, lag genau im Schatten von SYMI und schaute mich böse an, als ich unter den Rumpf tauchte. Da es immer wieder zu Unfällen mit diesen Fischen ommt, stieg ich aus dem Wasser, ließ den Rumpf veralgt und trank einen Kaffee…man weiss nie !

Kleiner Bruder Barracuda und Symi’s Kette

Heute Abend (Freitag) werden wir erneut zum Sonnenuntergang an den Strand gehen. Für Montag planen wir die BVI‘s zurück in Richtung Saint Martin zu verlassen. Die Windprognosen werden im April und Mai immer ungünstiger für uns. Meist herrscht kräftiger Ostwind und das bedeutet, dass es in den nächsten Wochen kaum passenden Wind zum Segeln nach Südosten geben wird. Wir nützen daher die Gelegenheit bei Flaute mit Motor die 75 sm auf die französisch-niederländische Insel zurück zu fahren.
An Bord SYMI ist alles gut. Wir sind Gott sei Dank gesund und genießen nach wie vor jeden Tag mit Sonnenschein und lauen Winden. Andi – mein Bruder wird uns voraussichtlich Ende April besuchen und eine Freundin von Andrea soll danach Anfang Mai zu uns stoßen. Darauf freuen wir uns schon, weil Heimatbesuch zu bekommen ist rar.
Ahoi von Bord SYMI

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