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Am nächsten Tag erwartete uns ein Fahrer und wir starteten um 9:00 Uhr zu unsere Inselrundfahrt.
Mit vielen Erklärungen der Geschichte der Insel, die aus dem Mund des Fahrers nicht immer einfach zu verstehen waren, ging es zur Ostküste und den schönen Felsen „The red Rocks“.

Auf dem Weg nach Süden erklärte uns der Fahrer, dass die zwei kleinen Flughäfen von Dominika nicht mehr ausreichen und die Regierung, die seit 1979 von England unabhängig ist, beschlossen hatte, einen größeren, internationalen Flughafen zu bauen. Dieses Projekt wird von chinesischen Firmen durchgeführt. Während der Fahrt begegneten wir dutzenden mit chinesischen Fahrern besetzten Erde beladen Kippern, die zum neuen Flughafengebiet fuhren, um die Aufschüttung der Piste mit durchzuführen. Wieder mal haben die Chinesen somit ihr „Staatsgebiet“ indirekt unauffällig erweitert. Nicht nur die Umsiedlung eines ganzen Dorfes, sondern auch die Folgen des kommenden Massentourismus für die Insel sind gar nicht absehbar. Als Juwel und unberührte Naturinsel wird Domenica mit einem internationalen Flughafen und Direktverbindungen in die ganze Welt sicher nicht so bleiben wie sie jetzt ist. Wir haben sie noch in ihrer ganzen Pracht erlebt. Heute kommen jährlich doch schon circa 200.000 Kreuzfahrttouristen in der Hauptstadt Rosseau an, dies soll aber in Zukunft auch auf eine halbe Million Menschen erweitert werden. Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen. Falls du also Lust bekommst, diese Insel noch in respektablem Zustand zu sehen, tu es bald, weil die Poliitker und ihre Helferlein, die Chinesen, leisten ganze Arbeit.
Danach ging es zu einem Wasserfall der glasklares Wasser aus 30 m Höhe in sein Becken fallen lässt, Andrea wagte sich ins kühle Nass und schwamm eine Runde. Wir hätten noch fünf weitere Wasserfälle, heiße Quellen und Anderes besuchen können, aber dafür war der Tag zu kurz. Glücklich und müde kehrten wir abends wir per Taxi Boot auf SYMI zurück und genossen den Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag holte uns das Boot von Eddison erneut ab, diesmal zum Schnorcheln. In einer naturgeschützten Bucht mit 2-5 m Wassertiefe waren wir fast 2 Stunden im Wasser unterwegs und bewunderten die Korallen und Fischwelt einer Nachbarbucht, die durch Ankerverbot und strenge Regeln geschützt wird.
Am Nachmittag besuchten wir abermals mit dem Auto den Nationalpark „Morne Diablotins“. Dort und weltweit nur dort leben das Wappentier von Domenica und eine zweite Papageienart in den Regenwäldern. Wir wanderten eine gute Stunden den “Syndicate Trail“ entlang und waren von den Baumriesen und Schlingpflanzen beeindruckt. Papageien konnten wir mehr hören als sehen. Sie leben hoch in den Wipfeln und haben außerdem von Februar bis Juni Brutsaison. So sieht das Wappen aus …

Der Weg zurück ging die erwähnte Westküstenstraße, vom Fahrer sehr lieb Highway genannt, die nach dem schrecklichen Hurrikan „Maria“ im September 2019 komplett neu errichtet werden musste. Und wer tat dies? Die Chinesen. Die gesamte Küstenstraße, nicht mehr als eine breite einspurige Straße mit vielen Kurven wurde also auch von unseren Freunden aus dem Osten errichtet?
Unser Abendessen nahmen wir bei einer der beiden Schwestern von Eddison ein, die ihr kleines Restaurant direkt neben dem Büro aufgemacht hat. Überhaupt wurde uns je länger der Aufenthalt dauerte immer klarer, dass die Stadt Portsmouth wahrscheinlich zur Hälfte vom Eddison Clan geleitet wurde. Toller Mann und sehr geschäftstüchtig. Wir fühlten uns sicher, waren gut betreut und der Preis stimmte obendrein.

Am 1. März holten wir den Anker auf, und es ging 3 Stunden weiter nach Norden zur französischen Insel Guadeloupe. Wieder in der EU !
Hier werden wir unseren lieben Freund Martin in ein paar Tagen an Bord begrüßen.

Hinweis

Ich schreibe gerne und filme, Andrea ist die größere Fotografin. Sie postet ihre Fotos nach dem Reiseverlauf in einer App namens „Polarsteps“.
Andreas Reisfotos findest du hier.
Wenn du benachrichtigt werden willst, wenn sie neue Bilder rauflädt, müsstest du dir die App auf dein Handy laden und sie zum adden auffordern.

Reading time: 6 min

Liebe LeserInnen, ich freue mich, dich wieder als Gast zu haben und berichte heute von Fortschritten bei der Reparatur und einer spannenden Exkursion….
In meinem letzten Blog erzählte ich von unserer Ersatzteilbestellung in Frankreich aber vertraute den Aussagen der Wassermacher Reparaturfirma nicht ganz, dass die Ersatzteile innerhalb einer Woche ankommen würden. Ich bin ja schließlich sozusagen halber Grieche 😉.
Wir buchten wieder einen Marina Platz, und siehe da, einen Tag später kontaktierte mich der Mechaniker, dass die Ersatzteile angekommen waren und er bereits das Gerät in der Firma zum Test zusammengebaut hatte. Freude kommt auf. Ist das das Ende der undichten Teile?
Er erschien am nächsten Tag gegen 10:00 Uhr mit dem restaurierten Wassermacher, erklärte mir, was er alles getauscht und verändert hatte. Meine, aus Wien mitgebrachte neue Hochdruckmembran sowie zwei neue Manometer, hat er gleich mit eingebaut und so schleppten wir die 45 Kilo schwere Maschine an Bord und schließlich unter das Backbord Bett. Schnell waren alle Anschlüsse angeschlossen und bereits beim 1. Versuch funktionierte alles wieder. Wir bezahlten dann im Office die Marinagebühr, kauften noch beim Fleischhauer frisches Huhn und Faschiertes für den Tiefkühler ein und waren froh zu Mittag diesen heißen Ort verlassen zu können. Marinas sind bei Schwerwetter oder im Falle einer Reparatur eine wirklich feine Sache, für ein gemütliches Leben an Bord aber sind sie unbrauchbar. Zu heiß, zu eng und ohne jegliche Privatsphäre.

Bei der Ausfahrt aus der großen Bucht bemerkten wir einen kleinen Einschnitt an der Südwestseite, umsäumt von Mangroven, gespickt mit kleinen Riffen, aber nur ein Boot lag vor Anker. Eine echte Idylle. Also manövrierte ich SYMI im Zickzack durch die kleinen Riffe und dann warfen wir neben einer deutschen Yacht auf 4 m den Anker. Es fühlte sich irgendwie an wie am Neusiedler See im Sommer. Kleine Wellen, eine leichte warme Brise strich über unser Boot und das Wasser hatte angenehme 28°. Wir nahmen das Stand Up Paddel Board und machten zu zweit eine Runde durch die Bucht. Die spezielle Omega-Form und Umsäumung mit Mangroven klassifiziert sie als „Hurricane hole“, einen Ort, an dem sich Yachten während eines nicht ausweichbaren Hurrikans an den Mangrovenwurzeln festbinden können und so eine höhere Chance haben, den Hurricane zu überleben. So stießen wir auf der Paddeltour auf drei Yachten, die sich offensichtlich im Jahr 2007 beim letzten schweren Hurricane hier mit ihren Leinen verzurrt hatten. Eine von Ihnen war bereits bis zum Deck versunken, die anderen lagen gespenstisch und verlassen da. Vor dich hin rostend. Immer noch standen ein alter Stromgenerator und andere Gegenstände auf Deck, als ob der Besitzer nur kurz an Land gegangen wäre. Zerfetzte Sonnenplanen, alte Taue und viel Rost aber zeugen von den vielen Jahren des Verrottens. Was wohl vorgefallen ist, wo sind die Besitzer, haben Sie das Boot aufgegeben, weil es beschädigt ist und der Bergepreis höher wäre als der Restwert? Immer wieder stießen wir in schönen Buchten auf solche Wracks.

Ein Mast steht schief aus dem Wasser, der Rest des Bootes ist unter Wasser. Anfangs ein gewöhnungsbedürftiges Bild für mediterrane Segler. Die Ostkaribik wird jedes Jahr von ca. 25 Tropenstürmen bzw. Hurricanes heimgesucht. Da erwischt es halt so manches Boot.
Beim Zurückpaddeln kamen wir an dem deutschen Katamaran vorbei und die beiden freundlichen Besitzer der „Vitila“, Doris und Uwe luden uns spontan zum Sundowner auf Ihr Helia-44 Sonnendeck ein. Wir saßen in orange violettes Licht getaucht zusammen und tauschten viele interessante Geschichten über den Atlantik und die Hochs und Tiefs des Bordlebens aus. Sie waren gerade eben über den Atlantik in die Karibik gesegelt und noch im Akklimatisierungsprozess. Beide in ähnlichem Alter wie wir, haben sie fünf bzw. sieben Jahre vor ihrer offiziellen Pensionierung beschlossen, alles zu verkaufen und auf ihrem Katamaran in den nächsten zehn Jahren die Welt zu bereisen. Und weil es so viel zu reden gab wurden wir gleich nochmals für den nächsten Abend, diesmal zu Kaasspatzeln, eingeladen. Eine echte Abwechslung im tropischen Speiseplan. Herrlich 😋. Der Abend verlief sehr gemütlich und entspannt. Da wir sehr ähnliche Routen besegeln wollen und das Segeln im Vordergrund steht, beschlossen wir weiterhin in Kontakt zu bleiben. Auch sie werden zunächst Richtung Bahamas zu Segeln.

Samstag verliessen wir dann morgens die Bucht und segelten bei gutem Wind die Westküste nach Norden. Der Anker fiel vor der kleinen Stadt St. Pierre. Sie ist eher eine Ortschaft als eine Stadt am Fuß des höchsten Vulkans von Martinique, dem Mont Pelée.
Er ist 1397 m hoch und sein Gipfel versteckt sich meist in den Wolken.

Bei seinem letzten verheerenden Ausbruch 1902 verbrannte die damalige Hauptstadt St. Pierre unter einem pyroklastischen Strom aus 1000 Grad heißer Asche und Lava, der mit bis zu 670 km/h die Hänge in Sekunden hinunter raste. Rumfabriken in der Umgebung explodierten, alles Brennbare in der weiteren Umgebung ging in Flammen auf. Sogar das Meerwasser in Ufernähe kochte und 18 Handelsschiffe explodierten noch bevor sie den Anker heben konnten. Das Unglück zählt zu den weltweit schlimmsten vulkanischen Ereignissen. Es wurden 30.000 Menschenleben in Sekunden ausgelöscht und die Stadt komplett zerstört.

Nur drei Menschen in St. Pierre überlebten schwer verletzt. Einer von ihnen war an diesem 8. Mai 1902 der einzige Häftling des Gefängnisses, ein Matrose namens Louis-Auguste Cyparis. Er überlebte die Katastrophe hinter den dicken Mauern. Es wird berichtet, dass er durch dieses Ereignis so berühmt wurde, dass er bis zu seinem natürlichen Tod als die Attraktion „der Vulkanmann“ mit dem Zirkus Barnum durch die USA zog.
Die Katastrophe lockte Wissenschaftler aus aller Welt an, die erstmalig einen Vulkanausbruch dieser Größenordnung studierten. Einige Autoren sehen in dem Ausbruch des Mont Pelée die Geburtsstunde der modernen Vulkanologie. Ausbrüche mit seitlicher Eruption werden seitdem als „peleanische Eruptionen“ bezeichnet.
Wir besuchten das Ortsmuseum und die berühmte Gefängniszelle. Die vierstündige Wanderung zum Vulkangipfel ließen wir diesmal aus.
Für Montag planen wir die 54 sm Strecke zur nächsten nördlich gelegenen Insel Dominica zu segeln. Die Windprognose sieht günstig aus und für diese Insel haben wir uns bereits jetzt ein Programm mit Führungen und Touren ausgemacht, aber darüber berichten wir beim nächsten Mal.
Wie immer beste Grüße vom Fuße des Mount Pelée von Bord SYMI.

Reading time: 5 min

Wie vielleicht manche von Euch in meinem Film über die Mittelmeerdurchquerung hörten, wurde ich in Poros vorigen Juni von einem griechischen Jungfilmer im Rahmen seines Projektes zum Thema „Sailing stories“ interviewt. Ich erzähle hier über meinen Werdeggang zum Segler.
Diese Dokuserie ist nun veröffentlicht worden. Hier gehts zum Interview.
Der Link ist auch im Menü <Filme>.

Reading time: 2 min
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