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SAILINGSYMI

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Heute erklommen wir den 400 m hohen Vulkan der gleichnamigen Insel (auf den sieben Inseln des liparischen Archipels sind nur zwei aktiv). Der letzte große Ausbruch des Gran Cratere liegt schon mehr als 100 Jahre zurück: von 1888-1890 ist der der Vulkan das letzte mal ausgebrochen. Teile der nahen Ortschaft sowie eine Schwefel- und Alaunmine im Krater wurden dabei zerstört. Der Aufstieg hatte es schon in sich, da der Weg hauptsächlich aus feinkörnigem Sand besteht. Dafür hat man von oben einen großartigen Ausblick in die Kaldera. Aus zahlreichen Fumarolen an der SO-Seite steigt der beißenden Schwefeldampf auf. Und dahinter erstreckt sich die Bucht. 

Der Abstieg ging wesentlich flotter und völlig eingestaubt und versandet sprangen wir dann wieder an Bord von SYMI ins 27 Grad warme Meer. Fotos dazu findest du hier.

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Nach fast 3 Tagen Fahrt haben wir heute nachmittags N-Sizilien, genauer die Semi-Industrie Stadt Milazzo (eine Erdöl Raffinerie und Lagerstätte zieren den Strand) erreicht. Nach den anstrengenden letzten drei Tagen leisten wir uns die Marina und legen an.
Der Wind in diesen letzten Tagen war suboptimal und so mußten wir 85% der Zeit gegenan segeln. Das malträtiert das Boot und den Körper. Zum Teil schleuderte es uns so arg von einer Seite auf die Andere und dann wird man aus dem breitbeinigen Stand in die Luft gehoben, sodaß man sich fühlte wie auf einem Kinder Bob, der eine Buckelpiste hinunterrauscht. Symi gallopierte mit 9 Knoten Speed, rauschte ein Wellental hinunter, aber gleichzeitig versuchten sich quer kommende Kreuzseen unter den Rumpf zu drängen. Das Ergebnis war eine rechts-links-aufwärts-abwärts und Beschleunigungsbewegung . Es war nicht stürmisch, nein, aber die Wellen kamen von wo sie wollten.
Heute Morgen durchkreuzten wir noch unter Motor die kabbelige und strömungsreiche Straße von Messina und lehnen nun beim Passage-Beer herrlich enstspannt im Cockpit und genießen wie ruhig es jetzt in der Marina ist. Vögel zwitschern und Autos fahren vorbei. Landleben eben.
Heute Abend wollen wir noch den berühmten Friedhof hier besuchen. Dort befinden sich einige von unterschiedlichen Zünften errichtete Mausoleen in der Größe von dreistöckigen Häusern. Wir sind gespannt.
Danach gehts nach Downton Milazzo, wo wir natürlich ausgiebig und schön italienisch Essen wollen. Wir habens uns heute wirklich verdient. Kein Souvlaki mit Tsatsiki und einem Choriatiki mehr. Branzino, Spaghetti und andere Köstlichkeiten warten auf uns… und dann wird es eine ruhige, stille Nacht sein an Bord.
Morgen werden wir noch Einkaufen gehen, denn auf den liparischen Inseln, die wir morgen anlaufen wollen, wird die Auswahl wohl nicht größer sein als hier. Und dann heißt es wieder Leinen los, weil wir sind nicht bereit nochmals geschmalzene 120.-€ pro Nacht hier zu bezahlen . . .

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Wenn man sich eine Fahrtrichtung zum Segeln eines Katamarans wünscht, die man getrost auslassen könnte, wäre es hart am Wind. Mit exakt diesem NW Wind und unruhigen Wellen, die das Boot in eine Art (Pratergeher kennen es noch) „Round-Up“ Karussell verwandelten. So wackelnd ging’s in die erste Nacht. Nur ein kleiner Sepia landete leider an Deck und verstarb dort alleine gelassen. Heute morgen entdeckten wir ihn. 

Ca 120 km östlich der Stiefel-Zehen (Galati) lies der Wind nach und es ging unter Motorsegeln weiter Richtung Kanal von Messina. Wir sollten dort morgen früh sein. 

Sobald es wieder Handynetz gibt, poste ich das .  .  .

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