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SAILINGSYMI

Alle Filme chronologisch geordnet

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FILME

Liebe Freunde von SailingSymi,

Seit dem letzten Blog sind bereits fünf Monate vergangen. Ich hoffe es geht Dir gut und der Vorweihnachtsstress ist nicht zu gross. Wir haben uns eigentlich bestens eingelebt und die ruhige Zeit daheim (ohne täglichen Wetterbericht oder Behördenkram) sehr genossen. Etwas ungewohnt war anfangs die Kälte hier, nachdem wir zwei Jahre ohne Winter verbracht haben. Aber auch das hat etwas durchaus Schönes. Wenn der kalte Wind um die Nasenspitze weht und die Haube den Kopf schön warm hält weiß man, daß man wieder in der Heimat ist. Es gehört in die heimatliche Jahreszeit.
Ich war symimäßig nicht untätig. Es standen leider vor Ort ein paar Reparaturen auf dem Trockenen an, die ich von zu Hause aus koordinieren mußte.
So war die Vorsegel Rolltrommel und Vorstag zu tauschen und bei beiden VOLVO Dieselmotoren ein paar kleine Ersatzteile professionell zu verbauen.

Hier in Wien habe ich am PC gut 150 Stunden mit dem Durchforsten und Schneiden der über 1800 mitgebrachten Filmschnippseln verbracht, Übersichtskarten erzeugt, passende Musik gesucht und so weiter. Das Ergebnis des Zusammenschnitts teilte ich wegen der Filmlänge in drei Abschnitte:

– 1 Grenada bis British Virgin Islands (Direktlink zu Youtube)

– 2. BVI bis Grand Bahama
– 3. ist schließlich die USA mit dem Intracoastal Waterway bis Chesapeake Bay.

Heute stelle ich den Teil-1 (hier der Link zum Menü „FILMARCHIV„) ins Netz und werde die zwei weiteren Filme im Wochenabstand bis Weihnachten laden.
Ich werde Dich darüber getrennt informieren. Lehn‘ dich zurück und genieße den Film.

Alles Liebe
Andrea & Pauli

Reading time: 1 min

Liebe Leser und innen unseres SYMI-Blogs. Gut, dass Du hereinschaust, es ist der Abschluss Blog dieser Segelsaison für uns.

Mehr als eine Woche hatten wir in der kleinen Bucht von Deltaville vor Anker vor unserem Boatyard gewartet. Hatten Reinigungsarbeiten begonnen, um die Zeit tot zu schlagen. Dann endlich mit zwei Tagen Verspätung wurde SYMI aus ihrem Element herausgekrant und gewaschen. Was sich an ihrem Rumpf zeigte, war das Ergebnis zweier Monate in nährstoffreichen Gewässern. Die kleinen vulkanartigen Muscheln (engl. Barnacles genannt) setzten sich haufenweise am Rumpf fest. Der Metallschaber hatte es schwer, sie abzukratzen. So einen Bewuchs hatte ich noch nie zuvor.

SYMI wurde an den Waldrand des kleinen Parkplatzes gestellt und wir begannen drei Seiten Checkliste abzuarbeiten.

Ich führte ein komplettes Jahresservice beider Dieselmotoren inklusive antifrost Maßnahmen durch. Im Winter kann hier in Deltaville durchaus Schnee liegen. Vom Segel abnehmen und verstauen, Wäsche waschen, Wassertank reinigen bis hin zum Laden aller Akkus für die neun Monate, während denen SYMI still stehen wird. Wir kämpften uns in 2,5 Tagen durch die Liste. 32 Grad und Sonne machten es irgendwie noch unerträglicher. Abends waren wir beide am Ende unserer Kräfte. Meine Sportuhr erklärte mir dann auch warum. Meine intensiven Aktivitäten habe ich auf 200 Minuten pro Woche eingestellt. Am ersten Tag beglückwünschte mich die Garmin zu einem 3-Fach Sieg, also 600 Minuten hoher Aktivität, gestern Abend sogar zu der 6-fachen Leistung. Dazu machte ich auf dem Boot allein 7000 Schritte pro Tag. Wie gut, daß man heut zu Tage seine Müdigkeit digital erklärt bekommt😜.

Samstag Mittag kletterten wir mit unseren vollen Taschen noch einmal die Hühnerleiter vom Heck hinunter, setzten uns in das klimatisierte Auto und blickten uns still an. Das hieß: „vorbei ist’s mit Wasser und Freiheit, jetzt gehts zurück in die Zivilisation“.

Wir haben für zwei Tage in Richmond, der Hauptstadt Virginias, ein Hotelzimmer gebucht, um Montag ab 8:00 Uhr im Büro der US CBP (Customs and Border Protection) vorzusprechen. Ich muss meine Lizenz zum Befahren der US Gewässer mit einem Privatboot still legen lassen. Natürlich werden wir uns auch die Stadt ansehen. Von den CBP Behörden am Flughafen Richmonds wollen wir direkt zum Washington Dulles Airport weiterfahren, um schließlich unseren Flug nach Wien zu erwischen. . .

Das also war unsere Segelsaison 2024/25.

Danke, dass Du bis zum Schluss dabei warst, du Dich mitgefreut und mitgefiebert hast. Auch Kommentare oder Nachrichten haben uns immer sehr gefreut. Danke.

Nun ist eine Pause bis März geplant. Erst wenn es in Deltaville wärmer wird, wollen wir zu SYMI zurückkehren. Welche Route wir dann wählen, wissen wir heute noch nicht. Jetzt wollen wir in der Welt ankommen und genießen mal unsere Zuhause und unsere Freunde. Also vielleicht sehen wir uns ja?

Alles Gute, bleibt gesund

Beste Grüße aus einem Hotel in Richmond, Virginia.

Reading time: 2 min

Ahoi und danke, daß Du bei SailingSYMI vorbei schaust.
Dies wird wohl der vorletzte Blog für die nächsten Monate sein. Denn ab August kannst Du die Geschichten nur mehr Live hören, bei einem Glaserl…🍻

Wir haben nach 12 Tagen den netten Ankerplatz nahe dem Yachtclub Yorktown nach dem Auffüllen der Tanks mit Treibstoff und Wasser verlassen und folgten der Spur unserer Freunde vom Katamaran <Enja> in den Mobjack Creek. Dies ist ein weiterer, nördlich gelegener Seitenarm der großen Chesapeake Bay. Die unzähligen Seitenarme mit ihren verschlungenen mäandernden Flussläufen sind dutzende Kilometer von einander entfernt und man kann nur mit Motor die bezeichneten Rinnen befahren. Ist man einmal aus dem Fluß draußen, in der Bay, kommt gleich ein schönes Segelgefühl auf. Es plätschern die Wellen an den Rumpf, leichter Südwind bläst einem auf die Wange und das Segel zieht SYMI langsam voran, hinaus in die Weite der Bucht. Dabei lässt sich die schiere Größe dieser Wasserfläche nicht erahnen.
Ich habe auf der Seekarte den Neusiedler See quer in die Bucht gelegt. Mit seinen 14 sm (26 km) Länge entspricht er der durchschnittlichen Breite der Chesapeake. Mit seiner größten Breite von 4 sm /7,5 km) zwischen Breitenbrunn und Podersdorf ließe er sich mehr als 26 Mal in die Chesapeake Bay legen.
Wir motorten dann einen Fluss ein paar Meilen hinauf und trafen auf unsere Freunde. Der Grund für diesen Buchtbesuch war eine Besichtigung eines alternativen Bootsplatzes für das Winterlager. Sehr ordentlich und sauber präsentiert sich uns der „Zimmermann Boatyard“, nur die Zufahrt durch den Seitenarm des Flusses ist etwas problematisch. Ein Katamaran (Einrumpfboote gehen generell nicht) kann nur bei Springtide (da muss es entweder Voll- oder Neumond sein) bis zur Krananlage fahren. Daher müssen Sigrid und Thomas bis Ende Juli auf dieses Ereignis warten, dann gehen sie dort mit ihrer Enja aus dem Wasser und wir haben ja an einem anderen Ort unser Lager gebucht.

Nach einem milden Abend mit wunderschönem Mondaufgang, regnete es die Nacht durch und wir verließen am Donnerstag die Mobjack Bay und fuhren zunächst durch dichtesten Regen hinaus in in die große Bucht.

Als wir das weite Wasser erreicht hatte, scheinte bereits wieder die Sonne und nach 5 Stunden Fahrt nahmen wir die schmale und seichte Einfahrt in die Deltaville Marina Bucht und ankerten vor unserem Boatyard.

Voller Tatendrang besuchten wir gestern das Büro, fanden es aber leer vor. Die nette, junge Managerin Heidi arbeitete gerade an der Instandsetzung eines Bootes. Dort fanden wir sie schließlich auch.
Auf unsere Frage, ob unser Krantermin am 14.7. stattfindet, sagte sie uns, dass leider drei geplante Wasserungen von Yachten wegen technischer Probleme noch nicht stattfinden konnten und wir derzeit keinen Platz am Trockenen hätten. Sie seien total ausgebucht.
Das klang nicht gut und ärgerte uns sehr. Nach der komplizierten Vorplanung in den letzten Wochen mit Mietwagen, Zimmersuche, Ersatzteilen, Mechaniker und ganz besonders mit dem Heimflug war das keine gute Nachricht.
Also was tun? Abwarten und vielleicht geht’s am Dienstag, meinte Heidi. Wir haben auch gar keine andere Möglichkeit. Es gibt hier in der Nähe keinen anderen Kran, der Katamarane heben könnte. Wir sind positiv und ich erledige einige technische Instandsetzungen schon jetzt vor Anker, damit möglichst wenig übrig bleibt, falls der Termin noch weiter nach hinten geschoben wird.
Andrea checkt alle Vorräte nach Ablaufdaten und ordnet alles in Plastikkisten, damit es bei Frost keine bösen Überraschungen gibt.
Die To-do-Liste ist immer noch lang, aber es wird schön langsam. Zum Beispiel reinigte ich im Beiboot sitzend den gesamten Flächenbereich über der Wasserlinie, der durch die sechs Wochen im braunen Intra Coastal Waterway Wasser Symis Weiss in grausliches Braun verfärbte. Zum Glück fand ich in meiner Putzmittelsammlung einen speziellen Rumpfreiniger, mit dem es unter körperlich hartem Einsatz gelang, wieder weisse Farbe zum Vorschein zu bringen.

Die teilweise fünf Zentimeter dicken Muschelbänke, die an Symis Rumpf angewachsen waren, werde ich erst am Trockenen entfernen können. Einen solch langen Bart hatte das Boot noch nie. Schande und außerdem bremst es die Fahrt um fast 1 Knoten. Eine Außenreinigung, wie wir sie sonst mit Taucherbrille machten, konnten wir seit Palm Beach zunächst wegen der Haie, später Alligatoren und Schlangen, hier in der Chesapeake wegen der lästigen, nesselnden Quallen nicht mehr durchführen.
Jetzt haben wir das Wochenende vor uns und hoffen auf einen baldigen Krantermin.

Ob und wie wir es geschafft haben, kann ich Dir hoffentlich in einer Woche schreiben.
Wir freuen uns auf Euch alle 🙃 und wünschen wie immer

Beste Grüße von Bord Symi und bleibts gesund.

Reading time: 3 min
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