Gestern sind wir den Weg von Formentera ans spanische Festland gesegelt, besser gesagt motort. Der angesagte Wind entpuppte sich als Lüfterl und machte den Einsatz des Motors notwendig. Positivum: er funktioniert wieder 🤩. Die Propellerwelle ist dicht und das Getriebeöl blieb sauber.
Ausser Fischerbooten begegneten wir keinem anderen Segelboot, im Grunde eine eher langweilige Fahrt.

Gut berechnet erreichten wir knapp vor Einbruch der Dunkelheit die Hafeneinfahrt von MURCIA.

Murcia „Marina“

schlichen dann in einen scheinbar vor Jahren geplanten Hafen, der nie fertig gestellt wurde. Nur die Metallwände, die schon ziemlich verrostet die Umrandung des geplanten Hafens erahnen ließen waren vorhanden.Wir ankerten in einem 3m seichten Becken und es war königliche Ruhe. Keine Wellen, nur ein leichter, warmer Luftzug. Genau das, was man nach einem Tag auf See und nach den unruhigen Ankerplätzen der letzten Woche braucht.
Ich genehmigte mir den letzten Schluck griechischen Ouzos (die Flasche muss verdunstet sein in der Hitze🤭), wir leerten eine Packung griechischer Bakerolls und es wurde uns bewusst, langsam gehen uns die griechischen Vorräte zur Neige, die Getränke aus Hellas sind aus und unsere Logge (auf seemännisch Kilometerzähler) zeigt 2024 sm. Griechenland ist jetzt schon weit weg.

Beim Erwachen heute morgen zeigte sich die Wirklichkeit des Ortes. Schönheitspreis würde er nicht bekommen.
Aber wir waren ja auch im „Neu“-Hafenbereich. Denn Murcia Stadt ist die 7. grösste Stadt in Spanien und eine bedeutende Universitätsstadt mit 600.000 Einwohnern. Bereits von Römern, Arabern und Mauren wegen des grossen Flusses, der hier mündet beliebt. Im Mittelalter erlebte sie die typischen Kriege und Streitereien. Sogar Napoleon schaute 1710 hier belagernd vorbei.
Heute um 11:00 Uhr ging es Anker auf und wir begeben uns auf die letzte Strecken zur Marina Almerimar, in der SYMI bis September geparkt wird. Wir werden am 1.8. nach Wien fliegen und freuen uns schon auf die Heimat😜.

Reading time: 1 min

Wegen einer 180 Grad Drehung des Windes haben wir SYMI gestern auf die Westseite des dünnen Landstriches im Süden der Insel Formentera verlegt. Genau auf einen Sandfleck vor der „Blue Bar“. 

Wir hatten zwar noch immer richtig große Dünung aus Westen (noch von den Winden der Vortage) aber lagen fast alleine an diesem Ort. Bei den angesagten anderen Ankerplätzen drängten sich, laut MarineTraffic App, wie immer alle aneinander. Das ließen wir aus und nahmen lieber den Schwell und ein wenig Wackeln in Kauf, dafür fast alleine. 

Heute genießen wir etwas kühlere Temperaturen um die 28 Grad, ich führte einige Filterreinigungsarbeiten durch und abends sollte ein Anlanden mit unserem Dinghy am Strand trocken möglich sein. (Gestern war es unmöglich- siehe Foto).

Ankerplatz SW Formentera

Es gibt dann hoffen wir gutes Essen im Restaurant. 

Die Nacht wird etwas kürzer werden, da die Abfahrt ans spanische Festland am Donnerstag um 04:00 Uhr geplant ist. So kommen wir vor Einbruch der Dunkelheit nach „La Murcia“. 

Reading time: 1 min

Ein Tiefdruckgebiet über Ostspanien, welches in Österreich heute Abkühlung bringt, schaufelt fleissig feuchte Luft und somit Wolken übers südwestliche Mittelmeer nach Italien. Darum sitzen wir auf SYMI seit wir Mallorca verlassen haben unter einer feucht-grauen Wolkendecke. Ohne Sonne erscheint das Meer dunkel und sogar die sandigsten, bei Sonnenschein karibisch türkis leuchtenden Ankerspots liegen derzeit unter einer grün-schwarzen Decke. soviel zum Wetter. Warum schreibe ich das? Wir segelten gestern mit Vorfreude auf das „Karibikerlebnis“ von Mallorca los, aber erlebten beim Ankern an der SW-Küste leider nur farbloses Meer. Dafür aber unglaublich viele Boote. Alle Arten, vom Schlaucherl bis zur Megayacht. Vom Ausflugsdampfer bis zur modernen 60 und mehr Meter messenden Segelyacht.

Unser Entschluss war angesichts dieses Wetters heute morgen gefasst. Wir versuchen es, Formenteras Küsten zu erkunden. Leider ist die Sonne noch immer verborgen und die Wetterprognose sagt mehr Wind in der Nacht an. Also ist ein sicherer Ankerplatz jetzt das Wichtigste. 

Grüne Boote, die sich zusammengerottet haben..

So zischten wir bei herrlichem Wind und fast wellenlos (weil durch Palmador abgedeckt) mit SYMI auf Halbwindkurs mit 8 Knoten und mehr Richtung Süden, die Ostküste hinunter. Vorbei an unübertrieben 100 geankerten Yachten, die sich alle eng an eng an den (heute nicht) türkis Stränden von N-Formentera zusammengerottet haben und ankerten in der SO Bucht. Bei Es Calo. Hier sind wir in bester Gesellschaft gelandet. 

Keine 300 Meter entfernt steht das „Beiboot“ namens Nebula, auf dem gerade ein gelber Heli gelandet ist. Es gehört zum Mutterschiff „Moonrise“ (100m lang) des ukrainisch-amerikanischen Milliardärs Jan Koum. Er ist Mitbegründer von WhatsApp. und so ein Zufall, er hat noch nichts vor heute Abend. Ich muss jetzt schließen, weil Jan zum Essen rüber kommt und der Retsina noch nicht kalt ist. Wahrscheinlich werden sie ihn vom Heli abseilen müssen, weil auf unserem Helipad steht derzeit das Standup Paddleboard. 

🥂 Prost. 

Reading time: 1 min
Page 3 of 12« First...234510...Last »