In drei Tagen werden wir Wien verlassen und auf SYMI zurückkehren. Damit Ihr schon jetzt einen Vorgeschmack auf die neue Saison bekommt, sende ich Euch den Link zum Film „Symi-Karibik 2024“. Eine kurzweilige, filmische Zusammenfassung unserer Abenteuer, die wir von Jänner bis Juli dieses Jahres erlebt haben. Von unserem Ankunftsort Grenada geht es bis in die British Virgin Islands und zurück. Inklusive unserem Hurrikan Erlebnis mit „Beryl“ am 1.7.2024. Viel Spass beim Schauen. Wenn der Link nicht funktioniert kannst du ihn auch im Menü Filme aufrufen.
Liebe Freunde, Ich freue mich Euch wieder schreiben zu können. Dies bedeutet nämlich für mich, dass wieder Fahrt ins Abenteuer kommt. Die Hurrikan Saison im Westatlantik neigt sich sehr sehr langsam dem Ende zu. SYMI hat am 1.7.24 den Kat.4 Hurrikan „Beryl“ gut überlebt und zum Glück gab es keine weiteren bösen Wetterkapriolen auf Grenada. Hier in Österreich zieht nun immer häufiger Nebel auf und die Tage werden merklich kürzer. Wichtige Anzeichen für uns wieder in den Westen aufzubrechen, zurück zu SYMI.
Das Boot steht nach wie vor sicher und gut in der Marina in Prickley Bay auf Grenada. Einige Arbeiten, wie eine neue Verstagung (Drahtseile, die den Mast halten) wurden bereits gemacht, das Großsegel wurde geflickt und überholt…usw. Andrea und ich werden am 14. November über London und Miami die Reise zurück aufs Schiff antreten. Ich habe mich in den drei Monaten hier in Wien sehr wohl gefühlt, meine Familienmitglieder und viele liebe Menschen getroffen und auch leider notwendige Dinge wie Dermatologen Besuch und Anderes erledigt. Es kann also wieder losgehen. Ich nutzte die Heimaturlaubszeit auch um mit meinem PC unsere Filme fertig zu stellen. Mit dieser Aussendung erhältst du den Link zum Film “ Über den Atlantik“. Dieser Link ist auch in der Abteilung „Filme 2023“ enthalten. Der Film über den Trip durch die Karibik folgt demnächst. Viel Spass beim Ansehen. In unserem Reisegepäck sind jetzt schon kiloweise Ersatzteile verstaut. Kleidung haben wir ja kaum mitzunehmen. Aber eine neue Schiffsschraube zum Beispiel, Wasserfilter, die drüben das dreifache kosten würden, Leinen, Thermometer, Kühlschrankdichtungen und so weiter. Einfach Dinge, die man hier in 24 Stunden mit Amazon geliefert bekommt, aber in der Karibik ewiges Suchen bedeuten würden oder am Ende oft nicht auffindbar sind. Meine <ToDo> Listen vom Vorjahr sind hilfreich, da das Abschließen einer Wohnung für eine längere Abwesenheit durchaus genauest geplant sein muss. Wenn man an die große Freiheit denkt, würde man glatt vergessen, dass sich die Kreditkarte nach einigen Monaten einfach sperrt, da die Bank einen Missbrauch vermutet. Rufen sie uns an und entsperren sie ihre Karte, schrieben mir im Jänner Visa & Mastercard. Lustiger Vorschlag – eine 0800 er Nummer aus der Karibik anrufen. Jetzt habe ich bei der Bank deponiert, dass ich voraussichtlich acht Monate nicht hier sein werde und es soll sich keiner wundern. Die Reaktionen meiner Betreuerin waren daraufhin sehr lustig. Von „Na echt? Wieso? Wohin und warum so lange“ bis „das ist gemein“. Also noch 2,5 Wochen Österreich . . . wir freuen uns auf SYMI
Hallo und schön dass Du hereinschaust bei Sailing SYMI.
Nach den aufregenden Tagen rund um den Hurricane „Baryl“, wurde es nun für alle hier wieder ruhiger. Wir verbrachten eineinhalb Wochen in einer Bucht im Süden Granadas, neben uns lagen unsere Kollegen vom österreichischen Schiff „Bring me the Horizon“ und wir faulenzten genüsslich. Schwimmen ist im trüben Wasser dieser Bucht nicht so interessant, auch Riffbesuche mit kleinen Schnorchel Ausflügen sind im Süden von Grenada eher nicht empfohlen. Die starke Atlantikströmung aus dem Osten trübt das Wasser in den seichteren Bereichen. Ein alter Freund und Lehrer hätte bestimmt gesagt:“do siachst ja nix“.
Am 15. Juli vormittags wurde SYMI aus dem Wasser gehoben und auf den Hartplatz gestellt. Wenn es nicht gerade 33° hätte und eine Luftfeuchtigkeit jenseits der 80% könnte man diesen staubigen Ort an dem 100te Boote eng an eng aufgebockt im permanenten Kran und Arbeitslärm stehen glauben, dass man sich in Griechenland im Winterlager Kilada befindet. Marinas mit Trockenplätzen sind nirgendwo besonders attraktiv.
Haul out day
Mit dem Herausnehmen des Bootes beginnt die eigentliche Arbeit. Abgesehen vom Unterwasserschiff müssen alle Maschinen, die mit Salzwasser in Kontakt waren (Motor, Wassermacher, Klimaanlage, etc.) mit Süßwasser durchgespült werden, um Korrosion und das Faulen des Salzwassers im jeweiligen Rohrsystem zu vermeiden. Die bequemen Sitzpolster im Cockpit werden entfernt. Bei den vorherrschenden Temperaturen und den tropischen Regengüssen, die zwischendurch immer wieder nieder gehen, merke ich manchmal nicht, ob das Wasser, das meine Stirne hinunterläuft vom Regen oder vom Schweiß stammt. Arbeiten wird fast unerträglich.
Waschtag auf dem Trockenen
Die Segel haben wir abgeschlagen und eingerollt. Das Grossegel wird von einer Segelmacherei überholt, ein paar kleine Löcher und Nähte, die sich aufgetrennt haben, stehen auf der Arbeitsliste. Andrea entsorgt und verschenkt Lebensmittel, taut den Tiefkühler ab, der ohne Pause seit Oktober brav seinen Dienst versehen hat 😊. Bettzeug muss vakumiert werden. Morgen werden die Feuerlöscher und die Rettungsinsel zur Inspektion abgeholt. Gegen 9:30 wird der Rigger (Experte für den Mast mit all seinen Drähten und Angeln) an Bord kommen. Nach 11 Jahren soll das stehende Gut kontrolliert werden. Die Liste ist lang, aber wir haben noch zwei Tage Zeit.
Da Symi am Trockenen als Wohnbereich nicht benutzbar ist (kein WC, kein Wasser und urheiss) haben wir uns in der Marina ein kleines KLIMATISIERTES Apartment für die fünf Tage genommen.
Abends treffen wir Freunde, die mit ihren Booten in der Bucht liegen. Gehen Abendessen und fallen meist um neun oder 9:30 Uhr todmüde ins Bett.
Und prasselt dann der Regen nachts auf das Dach des Hauses nehme ich es zwar im Schlaf wahr, dreh mich aber dann gemütlich zur Seite und weiß unterbewusst : wir sind hier sicher 😀.
Samstag Nachmittag fliegen wir über Toronto nach Wien und werden am 22. Juli ankommen. Wir freuen uns schon auf die Heimat und ein Wiedersehen mit Familie und euch Freunden.