Nach einer ruhigen Abfahrt von Murcia hatten wir das tolle Erlebnis drei Grindwale vor unserem Bug zu beobachten. Sie sind viel größer als Delfine und pechschwarz.


Die Nachtfahrt verlief sehr angenehm und ruhig mit einer einzigen Störung um 4:00 Uhr morgens.
Ich erschrak wirklich heftig als mich bei meiner Fahrt durch die dunklen Wellen aus dem schwarzen Nichts plötzlich ein Scheinwerfer anleuchtete. Ich erkenne, nachdem ich meine Hand wie gegen Sonnenstrahlen vor die Stirn hielt im grellen Licht, ein großes Küstenwachboot. Es umkreiste SYMI mit hoher Geschwindigkeit, leuchtete dabei jeden Winkel bei mir an Bord aus, schaltet den Scheinwerfer plötzlich aus und verschwand im Dunkeln Richtung Hafen von San Jose. Kein Funkspruch, nichts.
Hier werden täglich Drogen von Marokko nach Spanien transportiert und die Polizei ist stets bereit.
Um 12:00 mittags erreichten wir schließlich die Marina Almerimar, checkten ein und wurden freundlichst auf unseren Platz begleitet.
Hier wird SYMI auf unsere Rückkehr im September warten.
Untypisch für die hiesigen Sitten, aber von Hunger getrieben, genossen wir schon um 🕖 ein köstliches Abendessen.
Morgen ist Ruhetag, Montag muss ich noch ein paar technische Dinge klären und Dienstag gehts ab nach Hause.
Uns geht es gut und wir sind glücklich und ein bissl stolz, die mehr als 2000sm (3700km) ohne grobe Zwischenfälle hinter uns gebracht zu haben. Man sieht sich in Wien 😉. ✈️

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Gestern sind wir den Weg von Formentera ans spanische Festland gesegelt, besser gesagt motort. Der angesagte Wind entpuppte sich als Lüfterl und machte den Einsatz des Motors notwendig. Positivum: er funktioniert wieder 🤩. Die Propellerwelle ist dicht und das Getriebeöl blieb sauber.
Ausser Fischerbooten begegneten wir keinem anderen Segelboot, im Grunde eine eher langweilige Fahrt.

Gut berechnet erreichten wir knapp vor Einbruch der Dunkelheit die Hafeneinfahrt von MURCIA.

Murcia „Marina“

schlichen dann in einen scheinbar vor Jahren geplanten Hafen, der nie fertig gestellt wurde. Nur die Metallwände, die schon ziemlich verrostet die Umrandung des geplanten Hafens erahnen ließen waren vorhanden.Wir ankerten in einem 3m seichten Becken und es war königliche Ruhe. Keine Wellen, nur ein leichter, warmer Luftzug. Genau das, was man nach einem Tag auf See und nach den unruhigen Ankerplätzen der letzten Woche braucht.
Ich genehmigte mir den letzten Schluck griechischen Ouzos (die Flasche muss verdunstet sein in der Hitze🤭), wir leerten eine Packung griechischer Bakerolls und es wurde uns bewusst, langsam gehen uns die griechischen Vorräte zur Neige, die Getränke aus Hellas sind aus und unsere Logge (auf seemännisch Kilometerzähler) zeigt 2024 sm. Griechenland ist jetzt schon weit weg.

Beim Erwachen heute morgen zeigte sich die Wirklichkeit des Ortes. Schönheitspreis würde er nicht bekommen.
Aber wir waren ja auch im „Neu“-Hafenbereich. Denn Murcia Stadt ist die 7. grösste Stadt in Spanien und eine bedeutende Universitätsstadt mit 600.000 Einwohnern. Bereits von Römern, Arabern und Mauren wegen des grossen Flusses, der hier mündet beliebt. Im Mittelalter erlebte sie die typischen Kriege und Streitereien. Sogar Napoleon schaute 1710 hier belagernd vorbei.
Heute um 11:00 Uhr ging es Anker auf und wir begeben uns auf die letzte Strecken zur Marina Almerimar, in der SYMI bis September geparkt wird. Wir werden am 1.8. nach Wien fliegen und freuen uns schon auf die Heimat😜.

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Wegen einer 180 Grad Drehung des Windes haben wir SYMI gestern auf die Westseite des dünnen Landstriches im Süden der Insel Formentera verlegt. Genau auf einen Sandfleck vor der „Blue Bar“. 

Wir hatten zwar noch immer richtig große Dünung aus Westen (noch von den Winden der Vortage) aber lagen fast alleine an diesem Ort. Bei den angesagten anderen Ankerplätzen drängten sich, laut MarineTraffic App, wie immer alle aneinander. Das ließen wir aus und nahmen lieber den Schwell und ein wenig Wackeln in Kauf, dafür fast alleine. 

Heute genießen wir etwas kühlere Temperaturen um die 28 Grad, ich führte einige Filterreinigungsarbeiten durch und abends sollte ein Anlanden mit unserem Dinghy am Strand trocken möglich sein. (Gestern war es unmöglich- siehe Foto).

Ankerplatz SW Formentera

Es gibt dann hoffen wir gutes Essen im Restaurant. 

Die Nacht wird etwas kürzer werden, da die Abfahrt ans spanische Festland am Donnerstag um 04:00 Uhr geplant ist. So kommen wir vor Einbruch der Dunkelheit nach „La Murcia“. 

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